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Bedarf

Im Kontext der europäischen Gleichstellungsstrategie Gender Mainstreaming stellt sich immer wieder die Frage, inwieweit und in welcher Weise Männer und Frauen als aktive UnterstützerInnen von Gleichstellungsprozessen anzutreffen sind. Häufig sind Frauen nach wie vor deutlich stärker in diesen Prozessen vertreten als Männer. Forschungsbasierte und praxisrelevante Qualifizierung zur Relevanz unterschiedlicher männlicher Orientierungsmuster im Gleichstellungsprozess kann diesem Ungleichgewicht entgegenwirken. Fehlendes Wissen über Konstruktionsweisen von Männlichkeiten bei gleichzeitiger Notwendigkeit, Jungen und Männer als aktive Unterstützer des Gleichstellungsprozesses anzusprechen, ergibt konkreten Bedarf und große Nachfrage am Thema. Die Auseinandersetzung mit Diversität von Männlichkeiten leistet dabei einen wichtigen Beitrag zur Geschlechterdemokratie.

Fachfrauen im Praxisfeld artikulieren den Wunsch, über die Grenzen der parteilichen Mädchen- und Frauenarbeit hinaus Qualifizierung für ihre Arbeit mit Jungen und Männern zu erwerben. Fachmänner in der Sozialen Arbeit stehen vor der Herausforderung, sich mit eigenen und zugeschriebenen Männlichkeitsvorstellungen im nicht traditionellen – weiblich dominierten – Arbeitsfeld auseinanderzusetzen.

 

 Verein Männerberatung Graz 

Studiengänge und Transferzentrum für  Soziale Arbeit an der FH JOANNEUM