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Round Tables

21.10.2011 - 15:00 - 16:30 FH JOANNEUM, Foyer
Aktuelle Themen in der kritischen Männerforschung Round Table
Christian Scambor
Elli Scambor

An diesem Tisch werden VertreterInnen der kritischen Männerforschung dazu eingeladen, die Entwicklung der thematischen Schwerpunktsetzungen im Feld der kritischen Männerforschung zu diskutieren. 
  • Was bedeutet eigentlich kritische Männerforschung und wogegen setzt sie sich ab?
  • Wie lässt sich die Rolle von Männern im Kontext der Geschlechtergleichstellung diskutieren? (Status-Quo-Analyse)
  • Eignet sich das Konzept der Intersektionalität für die Analyse hegemonialer Beziehungen im Kontext der kritischen Männerforschung?

 

21.10.2011 - 15:00 - 16:30 FH JOANNEUM, Foyer
aQUEERium - same Water, different Fish Round Table
Patrick Antal

Seit nunmehr fünf Jahren existiert in Graz/der Steiermark die Jugendgruppe aQUEERium, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, einen Ort für junge homo-, bi-, trans- und intersexuelle (kurz: queere) Menschen zu bieten. Neben der Veranstaltung von Treffen für die Zielgruppe, war es von jeher Ziel des aQUEERiums, meinungsbildend in der Gesellschaft zu wirken. Neben Medienberichterstattungen und öffentlichen Auftritten wurden dafür Workshops für Schulen konzipiert, die den Jugendlichen direkt an den Bildungsorganisationen die Themen "queer" und "andere L(i)ebensformen" näher bringen. Aus der während dieser Arbeit gesammelten Praxis heraus wird in einer Diskussionsrunde versucht, Theorien aufzustellen, warum vorwiegend Burschen und junge Männer nur schwer Zugang zu Thematiken wie z.B. Homosexualität oder andere L(i)ebenskonzepte finden können, wo die Hemmschwellen sind und welche ablehnenden Muster von Seiten der Jugendlichen zur Anwendung kommen. In einem weiteren Schritt soll diskutiert werden, mittels welcher Methoden und Ansätze dem Trend der Ablehnung durch z.B. Workshop-ReferentInnen bzw. PraktikerInnen entgegen gewirkt werden kann.
 

21.10.2011 - 15:00 - 16:30 FH JOANNEUM, Foyer
Braucht Jungenarbeit Mädchenarbeit? Round Table
Jutta Eppich
Gerhard Pölzler

Mächen- und Jungenarbeit brauchen Austausch, weil Frauen Männerbilder und Männer Frauenbilder vermitteln, die die Mädchen und Jungen prägen.
 
Thesen:
  • Jungenarbeit braucht Mädchenarbeit, sonst erscheint es so, dass die Burschen eine Extrabetreuung bräuchten.
     
  • Jungenarbeit braucht Mädchenarbeit, weil gestärkte Mädchen für Jungen die Chance bieten, brauchbare von unbrauchbaren Bildern von Mädchen zu unterscheiden.
  • Jungenarbeit braucht Mädchenarbeit, weil starke Mädchen den Jungen den Druck nehmen können, selbst immer stark sein zu müssen.

 

21.10.2011 - 15:00 - 16:30 FH JOANNEUM, Foyer
Clash of Masculinities oder heimliche Komplizenschaft? Die soziotherapeutische Gewaltarbeit & Rückfallprävention Round Table
Roland Elmer
Michael M. Kurzmann

Die Arbeit der Männerberatung Graz/Obersteiermark mit männlichen Jugendlichen und Männern, die Gewalt angewandt haben bzw. anwenden, erfolgt seit 1996 ambulant in einer multidisziplinären Abteilung bestehend aus Sozialarbeit (Casemanagement), Psychologie (Clearing) und Psychotherapie. 2007 wurde diese Arbeit im Zuge von Kooperationen auf Justizanstalten ausgeweitet. Der Roundtable möchte beleuchten, welche Vorstellungen und Modelle von Männlichkeiten in den Interaktionen zwischen Helfern, Klienten und Institutionen verhandelt und hergestellt werden:
  • Bilden sich die Connell’schen Begriffe Hegemonie (Macht), Komplizenschaft und Unterordnung auch in den (sozialen) Interaktionen zwischen Helfern und (forensischen) Klienten ab?
  • Welches Maß an Differenz bzw. Übereinkunft zwischen Männlichkeiten ist notwendig, um den sozio-/therapeutischen Prozess zu fördern?

 

21.10.2011 - 15:00 - 16:30 FH JOANNEUM, Foyer
Diversität als Studienfaktor Round Table
Martin Gössl

Unzählige Programme haben den Zweck, Frauen (in manchen Bereichen Männer) in unterrepräsentierten Ausbildungsbereichen zu fördern. Die Erstellung von Gender-Screenings geben Auskunft, in welchen Studien es zu einer Schieflage der Geschlechter gekommen ist. Viele etablierte Vereine und Plattformen suchen den fairen Ausgleich. Diversität ist hier wohl das Schlagwort des 21. Jahrhunderts für Österreichs Hochschulen. Dimensionen wie Geschlecht, Frau sein, Mann sein, Behinderung(en), Ethnie, Migration finanzieller Status, etc. beschäftigen zunehmend Protagonistinnen und Protagonisten eines tertiären Bildungsbereichs. 

Doch nun die provokante Frage: Brauchen wir das überhaupt? Benötigen wir mehr Sensibilität für Diversität an der Hochschule? Sollen Studierende von heute und morgen diese Themen überhaupt aktiv wahrnehmen?
 
ExpertInnenanfragen gehen an:
Uli Alker, FH Campus Wien (Diversity Beauftragte)
Barbara Hey, Uni Graz (Koordinatorin Geschlechter- und Frauenstudien, Frauenförderung) / RepräsentantIn der Wirtschaft (WKO oder IV) / Bereich mit einer Gender-Dominanz (LKH – Pflege) / Polit. Büro der LR.in für Integration und Diversität
 
21.10.2011 - 15:00 - 16:30 FH JOANNEUM, Foyer
Geschlechterdemokratie - Männerpolitik? Round Table
Heinz Baumann

Neben traditionellen Lebensentwürfen, persönlichen Enttäuschungen und rechtskonservativer Männerpolitik entwickeln Männer im geschlechterdemokratischen Interesse neue Fragen und Antworten, stellen sich neuen Herausforderungen und müssen eine neue Politik für Männer, Väter, Kinder und Familien entwerfen. Platz zum politischen Diskurs über Dynamiken, Spannungsfelder und Potentiale interner Relationen der Geschlechterordnung.
-> Dieser Round Table ist leider ausgefallen !
 

21.10.2011 - 15:00 - 16:30 FH JOANNEUM, Foyer
Männer als Opfer von Misshandlung und Sexueller Gewalt Round Table
Josef Hölzl
Männer, die in ihrer Kindheit Opfer von Misshandlung und sexueller Gewalt waren, wollen jetzt vermehrt – auch aufgrund medialer erhöhter Aufmerksamkeit - ihr Erleben als Opfer offenlegen und verarbeiten.
  • Wie kann diesen Männern geholfen werden? Was wünschen sich Opfer, was brauchen sie?
  • Welche Form der Unterstützung, Wiedergutmachung, Beratung/Therapie (es geht ja meist nicht um Geld) kann hilfreich sein?
  • Wie kann Aufarbeitung gelingen?
  • Welche Haltungen, Schritte und „Methoden“ sind für die konkrete Aufarbeitung in Beratung und Therapie hilfreich?

 

21.10.2011 - 15:00 - 16:30 FH JOANNEUM, Foyer
Spiritualität, Diversität und Männlichkeiten Round Table
Ernest Theußl
Josef Perner

Haben Männer von heute Zeit und Muse, sich neben den vielfältigen Anforderungen des Lebens auch noch um eine spirituelle Komponente zu kümmern? Ist etwas Wahres daran, wenn behauptet wird, dass Männer in unserer Gesellschaft das Tun und das Haben dem eigenen Sein vorziehen? Woran glauben Männer? Wie können zeitgemäße männliche Spiritualitäten aussehen und von welchen Männern können diese gelebt werden?
 

21.10.2011 - 15:00 - 16:30 FH JOANNEUM, Foyer
Umgang mit Rollenbildern in der interkulturellen Jugendarbeit Round Table
Ahmet Kokac
Aus den Erfahrungen in der Jugendarbeit in Österreich zeigen sich im Kontext der Rollenbilder junger Männer und Frauen verschiedenste Spannungsfelder. Zum einen aufgrund des Paradigmenwechsels der durch den Bruch der Migration entstanden ist – und nach wie vor im kollektiven Bewusstsein in einer breiten Mehrheit der Muslim_innen verankert scheint. Zum anderen die Herausforderung durch die vermeintliche Mehrheitsgesellschaft, welche durch unterschiedliche Mechanismen die klassischen Rollenbilder in Frage stellt oder aber auch verstärkt.
 
Welche Strategien und Methoden haben in den genannten Bereichen Erfolge gezeigt? Wie wird eine Abkehr von traditionellen Rollenbildern von der „muslimischen Community“, als auch von der Gesellschaft in Österreich wahrgenommen, bzw. welche Konsequenzen ergeben sich daraus?
 
-> Dieser Round Table wurde leider abgesagt.
 
21.10.2011 - 15:00 - 16:30 FH JOANNEUM, Foyer
Väter in Trennung – Fürsorge, Ausgrenzung, Kampf, Verantwortungsabgabe Round Table
Markus Kraxberger
Manfred Kummer

Das Phänomen, dass ca. die Hälfte der Kinder zwei Jahre nach einer Trennung fast keinen oder keinen Kontakt zu ihrem Vater haben ist durch zahlreiche Studien belegt. Die Suche nach den Ursachen und Hintergründen findet in Form eines stark polarisierten Diskurses der Schuldzuweisung an „kontaktverhindernde Mütter“ oder „die Kinder verlassende Väter“ statt. Wir wollen uns mit der Komplexität der Beweggründe und Motivationen auseinandersetzen die zu diesem „individuellen Drama“ führen und setzen diese in Beziehung zu unterschiedlichen Männlichkeits- und Familienvorstellungen. Aufzeigen wollen wir die Vater-Kind-Beziehung erhaltenden sowie fördernden Ansätze, Haltungen und Faktoren.